„Wir wollen unsere Erfolgsstory auf Europa ausweiten“

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„Wir wollen unsere Erfolgsstory auf Europa ausweiten“

Mit der Übernahme der Kölner MoovIT-Gruppe hat die Avemio AG (ISIN: DE000A2LQ1P6) einen wichtigen Schritt in ihrer Transformation vom größten Handelsunternehmen für professionelle Film- und Fernsehtechnik im deutschsprachigen Markt zum international aufgestellten Medientechnologie-Konzern vollzogen. Für das laufende Jahr peilt die im Düsseldorfer Primärmarkt gelistete Gesellschaft, die aus einem Reverse-IPO der Teltec AG entstanden ist, einen Umsatzanstieg auf 120 Millionen Euro sowie ein EBITDA von rund 5,0 Millionen Euro an. Mittelfristig sollen die Erlöse auch dank weiterer Übernahmen in Richtung einer Milliarde Euro steigen.

Nachrichtenquelle: Robin Lohwe, 4investors  |  23.11.2023

Mit der Übernahme der Kölner MoovIT-Gruppe hat die Avemio AG (ISIN: DE000A2LQ1P6) einen wichtigen Schritt in ihrer Transformation vom größten Handelsunternehmen für professionelle Film- und Fernsehtechnik im deutschsprachigen Markt zum international aufgestellten Medientechnologie-Konzern vollzogen. Für das laufende Jahr peilt die im Düsseldorfer Primärmarkt gelistete Gesellschaft, die aus einem Reverse-IPO der Teltec AG entstanden ist, einen Umsatzanstieg auf 120 Millionen Euro sowie ein EBITDA von rund 5,0 Millionen Euro an. Mittelfristig sollen die Erlöse auch dank weiterer Übernahmen in Richtung einer Milliarde Euro steigen.

Die Redaktion von 4investors.de sprach mit Avemio-CEO Ralf P. Pfeffer über die jüngsten Kurskapriolen der Avemio-Aktie, die Konsolidierung auf dem stark fragmentierten europäischen Markt, eine KI-basierte Suchmaschine und das „Kofferwort“ Metaverse.

4investors.de: Herr Pfeffer, aus gegebenem Anlass muss zunächst die Frage nach dem Kursverfall am 13. November gestellt werden. Welche Hintergründe hatte der Anstieg der Aktie von anfänglich 40 Euro auf mehr als 80 Euro und dann der Mitte November erfolgte Absturz zurück auf 40 Euro?

Pfeffer: In der Regel fällt es dem Vorstand einer börsennotierten Aktiengesellschaft schwer, zu Kursentwicklungen Stellung zu nehmen. Im vorliegenden Fall hat der Gesamtvorstand der Avemio jedoch eine klare Meinung: Anfang Oktober gab es eine Musterdepotaufnahme eines Börsenbriefs, der die Avemio-Aktie nachdrücklich und mit teils unseriösen Behauptungen zum Kauf empfahl. Wie dem Börsenbrief zu entnehmen war, waren die Initiatoren der Empfehlung wohl selbst in die Aktie investiert. Durch weitere positive „Empfehlungen“ dieses Börsenbriefes stieg der Kurs der Avemio-Aktie in der Folge bis auf 85 Euro.

Die dahinterstehende „Masche“ ist es, den Kurs von marktengen Aktien durch Empfehlungen hochzutreiben und dann im richtigen Moment „Kasse zu machen“. Dies geschah vermutlich am 13. November und führte durch den Musterdepotverkauf – und den damit ausgelösten Aktienverkäufen – zu einem starken Preisverfall der Aktie.

4investors.de: Zumal die Avemio-Aktie nun wieder auf dem September-Niveau notiert …?

Pfeffer: Ja, die Avemio-Aktie bewegt sich nach diesen kurzfristigen Kurskapriolen, die nicht im Verantwortungsbereich der Gesellschaft lagen und die keinen operativen Hintergrund hatten, wieder in der Range zwischen 40 und 50 Euro. Dies entspricht auch der Einschätzung der uns begleitenden Researchhäuser Montega AG, Hamburg und GBC, Augsburg, die den fairen Wert unserer Aktie derzeit bei 40 Euro bzw. 51 Euro sehen.

4investors.de: Gab es in den vergangenen Wochen Aktienverkäufe von Insidern?

Pfeffer: Nein. Und es ist mir auch wichtig zu erwähnen, dass keiner der ehemaligen Teltec-Aktionäre, die ihre Aktien im Rahmen des Reverse-IPOs in Avemio-Aktien getauscht haben, an diesem Geschehen beteiligt war und auch nicht davon profitiert hat. Alle Teltec-Altaktionäre unterlagen noch einer Sperrfrist. Während dieses harten Lock-ups befanden sich die Aktien nicht in deren Depots und konnten deshalb auch nicht gehandelt werden.

Wir haben einen Plan mit an die Börse gebracht und werden uns diesen auch nicht von Spekulanten durchkreuzen lassen, die aus Eigeninteresse agieren. In meiner mehr als 30-jährigen Unternehmerlaufbahn gab es einige Herausforderungen zu bestehen, insoweit funktioniert unser Unternehmen und sein Management auch dann, wenn die Zeiten ungemütlich werden.

4investors.de: Kommen wir auf das operative Geschäft zu sprechen: Die Avemio Group ist in den vergangenen Jahren zum führenden Systemlieferanten für Hard- und Software in den Bereichen Filmtechnik, Broadcast-, professionelle Audio- und Videolösungen im deutschsprachigen Markt aufgestiegen. Könnten Sie unseren Lesern bitte kurz erläutern, wie Sie dies geschafft haben?

Pfeffer: Dieser Aufstieg basiert auf einer drei Jahrzehnte alten Erkenntnis, dass sich die Branche für professionelle Film- und Fernsehtechnik durch die stattfindende Digitalisierung ab Mitte der 1990er Jahre von einem Verkäufer- in einen Käufermarkt verändern würde. Bis dahin war analoge Film- und Fernsehtechnik buchstäblich eine Raketenwissenschaft mit außerordentlich hohen Know-how-Anforderungen. Der Markt wurde von Herstellern dominiert, die nicht selten mit dem, was sie taten und dem dazugehörigen Patent einen Standard setzten und teilweise ein weltweites Monopol hatten.

4investors.de: Und das änderte sich durch die Digitalisierung und das Internet?

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